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Sommersemester (Summer Term) 2022

 
 

Prof. Dr. Sabine Dabringhaus

 
Masterseminar "Theorien und Methoden der Geschichtswissenschaft"
 
Dienstag, 14 – 16 Uhr c.t.
KG I, HS 1023
 

Das Seminar richtet sich ausschließlich an Masterstudierende. Es dient der Auffrischung und Erweiterung von Kenntnissen über Theorien und Methoden, die der Geschichtswissenschaft zur Verfügung stehen. Diskutiert werden neben Wirtschaftsgeschichte, Politikgeschichte, Zeitgeschichte, Alltags- und Sozialgeschichte, Globalgeschichte und Umweltgeschichte auch relativ neue Konzepte (nicht nur) der Geschichtswissenschaft wie etwa Public History / Ange¬wandte Geschichte, Mediengeschichte oder material history: Welche Ansätze bieten diese noch recht jungen Herangehensweisen für die „allgemeine“ Geschichtswissenschaft? Was sind ihre Stärken und Schwächen? Zudem werden wir uns auch den „großen“ Fragen stel¬len: Gibt es genuin historische Theorien und wieviel Theorie braucht Geschichtswissenschaft überhaupt? Wie funktioniert inter- oder transdisziplinäres Arbeiten? Die spezifischen Bedürfnisse und Interessen der Teilnehmenden sollen ebenso berücksichtigt werden.

Das Abgabedatum für die Hausarbeit ist der 31.09.2022. Mündliche Prüfungen nach individueller Absprache.

Zu erbringende Prüfungsleistung: Hausarbeit bzw. mündliche Prüfung

Zu erbringende Studienleistungen: Lesetagebuch, aktive Teilnahme und Vorbereitung inkl. regel¬mäßiger Lektüre, kleinere Aufgaben, kurze Präsentation

Literatur:

Marc Bloch, Apologie der Geschichtswissenschaft oder der Beruf des Histori-kers, Stuttgart 2002; Gunilla Budde/Dagmar Feist/Hilke Guenther-Arndt, Geschichte. Studium – Wissenschaft – Beruf, Berlin 2008; Jens Hacke/Matthias Pohlig (Hrsg.), Theorie in der Geschichtswissenschaft, Frankfurt am Main 2008; Georg G. Iggers, Geschichtswissenschaft im 20. Jahrhundert. Ein kritischer Überblick im internationalen Zusammenhang, Göttingen 2007; Stefan Jordan, Theorien und Methoden der Geschichtswissenschaft. Stuttgart 2013; Lutz Raphael, Geschichtswissenschaft im Zeitalter der Extreme: Theorien, Methoden, Tendenzen von 1900 bis zur Gegenwart, München 2010.

 

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Prof. Dr. Sabine Dabringhaus und Prof. Dr. Jürgen Dendorfer

 
Hauptseminar „Karolinger und Chinas Tang-Dynastie – Zwei mittelalterliche Imperien und ihre Integration von Völkern und Regionen in Eurasien“
 
Dienstag, 09.00 - 12.00 Uhr s.t., 3 Std.
KG IV/ Übungsraum 2
 

Im Zentrum des Hauptseminars steht der Vergleich zweier mittelalterlicher Imperien, die bislang in der Forschung noch nicht gegenübergestellt worden sind. Das Reich der Karolinger, die erste Großreichsbildung nach der Antike im Westen des europäischen Kontinents unter Karl dem Großen und seinem Sohn Ludwig (768-840), und das chinesische Imperium der Tang-Kaiser (618-907), das sich über weite Teile der eurasischen Landmasse erstreckte und als erste wirtschaftliche und kulturelle Blütezeit der chinesischen Geschichte gilt. Über die Handelsnetze der kontinentalen und maritimen Seidenstraße waren beide Reiche miteinander verbunden, wenngleich es noch nicht den direkten Austausch gab, wie wir ihn ab dem 13. Jahrhundert zu Zeiten Marco Polos kennen.

Dabei ist gerade die zeitliche und räumliche Spannbreite der verglichenen Imperien reizvoll, um mittelalterliche bzw. vormoderne Formen der Integration von Herrschaft im Vergleich zu erfassen. Fragen nach imperialen Zentren und Peripherien, sowie überhaupt nach den „Räumen“ dieser Reiche, nach den Eliten und ihrer Mobilität, nach der Umgang mit religiöser, rechtlicher, sprachlicher und kultureller Heterogenität sind gerade durch die Kontrastierung zweier räumlicher und kulturell so divergierender Reiche ertragreich. Zugleich verstehen wir das Thema als Auftakt, um über den Mittelalterbegriff und seinen Eurozentrismus, über Globalisierung in dieser Epoche und den Vergleich als Methode der Imperienforschung zu diskutieren.

Literatur:

Dieter Kuhn (Hrsg.): Chinas Goldenes Zeitalter. Die Tang-Dynastie (618–907 n. Chr.) und das kulturelle Erbe der Seidenstraße. Heidelberg 1993; Mark Edward Lewis: China's Cosmopolitan Empire. The Tang Dynasty. London/Cambridge (Massachusetts) 2009; Michael Borgolte: Karl der Große – sein Platz in der Globalgeschichte, in: Tillmann Lohse/Bernjamin Scheller (Hgg.): Europa in der Welt des Mittelalters. Ein Colloquium für und mit Michael Borgolte, Berlin/Boston 2014, 241-265; Steffen Patzold: Integration durch Kommunikation: Ein Versuch über Herrscher, missi und Kapitularien im Karolingerreich, in: Wolfram Drews (Hrsg.): Die Interaktion von Herrschern und Eliten in imperialen Ordnungen des Mittelalters (Das Mittelalter – Beihefte 8), Berlin 2018, 291-211; Karl Ubl: Die Karolinger. Herrscher und Reich, München 2014.

 

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Prof. Dr. Sabine Dabringhaus

 
Proseminar "Taiwan – Historische Stationen auf dem Weg von der Kolonie zur Demokratie“
 
Donnerstag, 9 - 12 Uhr c.t.
KG IV, HS 4429
 

Taiwan hat eine sehr wechselvolle Geschichte. Nach vier Jahrhunderten der Kolonialgeschichte gilt der Inselstaat im Westpazifik heute als einzige chinesische Demokratie. Im Seminar wollen wir die historische Entwicklung Taiwans zurückverfolgen. Als 1583 portugiesische Fernhändler als erste Europäer die Insel erreichten, tauften sie diese Ilha Formosa („die schöne Insel“). Mit Taiwans Kolonisierung durch die niederländische Handelskompagnie begann 1624 zugleich die Geschichte der chinesischen Migration. Ab 1684 wurde Taiwan Teil des weit über China hinaus bis nach Innerasien expandierenden sino-mandschurischen Qing-Imperiums. Eine erste Phase umfassender Modernisierung fiel in die Zeit der japanischen Kolonialherrschaft (1895-1945). Staatliche Souveränität erhielt Taiwan 1949 nach der Flucht der nationalchinesischen Guomindang-Regierung vor den Kommunisten Mao Zedongs auf die Insel. Es folgten Jahrzehnte der Diktatur. Erst die Aufhebung des Kriegsrechts von 1987 und die Wahl eines Präsidenten, der nicht der GMD angehörte, signalisierten einen vorsichtigen Wandel in Richtung Demokratie. Der aktuelle, sich zuspitzende Konflikt um Taiwan lässt sich nur vor diesem historischen Hintergrund verstehen. Es ist sowohl ein Machtkonflikt, bei dem das autoritäre Regime der Volksrepublik China mit Taiwans „Wiedervereinigung mit dem Festland“ auch durch militärische Mitteln droht, wie auch ein Generationenkonflikt innerhalb der taiwanischen Gesellschaft, deren Jugend in der Demokratie aufgewachsen ist und sich nicht nur politisch vom chinesischen Festland abgrenzt.

Wie dieser kurze historische Abriss nur andeuten kann, spricht die Geschichte Taiwans zahlreiche zentrale Begriffe der historischen Forschung an wie z.B. Kolonialismus, Nationalismus, Transnationalität, Migration, Modernisierung, Interkulturalität. Auch die Methoden wissenschaftlichen Arbeitens lassen sich am Beispiel Taiwans hervorragend studieren und werden in die inhaltliche Ausgestaltung der Sitzungen integriert.

Das Abgabedatum für die Hausarbeit ist der 1. Oktober 2022. Mündliche Prüfungen nach individueller Absprache.

Zu erbringende Studienleistungen: Kurzpräsentation, Lesetagebuch, Klausur, Exposé zur Hausarbeit/mündlichen Prüfung;

Literatur:

John F. Cooper, Taiwan: Nation-State or Province?,Philadelphia 2009; Jonathan Manthorpe, Forbidden Nation: A History of Taiwan, New York 2008; Denny Roy, Taiwan: A Political History, Cornell 2002; Murray A. Rubinstein, Taiwan: A New History, Abingdon 2015; Stephan Thome, Gebrauchsanweisung für Taiwan, München 2021.

 

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Prof. Dr. Sabine Dabringhaus

 
Forschungs- und Doktorandenkolloquium: Ostasiatische Geschichte
 
Dienstag, 16 - 18 Uhr c.t.
KG I, Raum 1034
 

Das Kolloquium wendet sich an Masterstudent/innen und Doktorand/innen. Es sollen Abschlussarbeiten der Teilnehmer/innen vorgestellt und an Hand jüngerer wissenschaftlicher Publikationen zentrale Forschungsfragen diskutiert werden. Ergänzt wird das Programm durch einzelne Gastvorträge (über Zoom.

 

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Royston Lin

 
Proseminar "´Gelbe Gefahr´ oder ´Vorzeige-Minderheit´? Die chinesische Diaspora ab dem 19. Jahrhundert“
 
Mittwoch, 9 - 12 Uhr c.t.
Peterhof/ R 3
 

Sei es für den Handel, um Kriegen zu entkommen oder auf der Suche nach besseren Lebensbedingungen: Chinesen wandern seit Jahrtausenden aus ihrer Heimat aus. Seit dem 19. Jahrhundert haben mehrere Wellen von Massenmigration zu einem demographischen Wandel in verschiedenen Teilen der Welt, besonders in Südostasien und Nordamerika, geführt. Die neuen chinesischen Migranten wurden manchmal mit Misstrauen und Angst begegnet; sie wurden sogar als „Gelbe Gefahr“ bezeichnet. Oft wurden sie aber auch willkommen geheißen und als „Vorzeige-Minderheit“ und wichtiger Teil der Gesellschaft gesehen. In diesem Proseminar soll die chinesische Migration der letzten zwei Jahrhunderte aus politischen, wirtschaftlichen und soziokulturellen Perspektiven untersucht sowie gezeigt werden, wie die chinesische Diaspora ihren Lebensunterhalt bestreitet und wie sie mit ihren Gastländern interagiert.

*Eigenständige Arbeitsweise und die Bereitschaft zur Lektüre englischsprachiger Texte werden vorausgesetzt.

Abgabedatum für die Hausarbeit ist der 26.08.2022.

Mündliche Prüfungen nach individueller Absprache i.d.R. zwischen dem 01. August und 07. Oktober 2022.

Literatur:

Frayling, Christopher: The Yellow Peril: Dr. Fu Manchu and the Rise of Chinaphobia; Hsu, Madeline Y.: The Good Immigrants: How the Yellow Peril Became the Model Minority, Princeton 2015; Ma, Laurence J. C. / Cartier, Carolyn (Hrsg.): The Chinese Diaspora: Space, Place, Mobility, and Identity, Lanham 2003; Miles, Steven B.: Chinese Diasporas: A Social History of Global Migration, Cambridge 2020.

 

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Royston Lin

 
Übung “To the Greater Glory of God – or the Emperor? The Jesuit Mission in Ming and Qing China”
 
Montag, 10 - 12 Uhr c.t.
KG IV, HS 4450
 

“If there existed one single First Cause of all things, surely, [the Japanese] said, the Chinese, from whom they derive their religion, must have known it,” wrote Francis Xavier in a 1552 letter to his confreres in Europe. For Japan to embrace the Catholic religion, the Jesuits were convinced that they must first convert China. The Chinese mission was a prime (and some might argue, an extreme) example of the Jesuit accommodationist strategy that saw no precedence in the Jesuit global enterprise. Not only was the Jesuit Chinese mission a religious undertaking, it also represented a golden age of cultural and scientific exchange between China and the Western world. After enduring waves of Chinese anti-Christian persecution, the end of the Jesuits’ golden era in China was – ironically – orchestrated by fellow Catholic missionaries. Combining both thematic and chronological approaches, this module traces the historical trajectory of the Jesuit mission in China through a selection of texts and sources.

*This module will be conducted in English. However, presentations and submissions, if any, may be made in German. Knowledge of Chinese is not required. Translations of Chinese sources will be used.

Literatur:

Brockey, Liam M.: Journey to the East: The Jesuit Mission to China, 1579–1724, Cambridge, Massachusetts / London 2007; Elman, Benjamin A.: On Their Own Terms: Science in China, 1550–1900, Cambridge, Massachusetts / London 2005.

Contact
Address

Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Historisches Seminar
Lehrstuhl für Außereuropäische Geschichte
 
Rempartstraße 15 - KG IV
79085 Freiburg im Breisgau
Deutschland / Germany
 
 
Secretariat

KG IV, Room 4337
 
dienstags, 10:00 - 12:00 Uhr
Tuesdays, 10:00 - 12:00
 
 
Research Assistants

KG IV, Room 4306
 
 
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